OpenSource-Plattform stellt sich neu auf: Drupal.org geht mit Redesign live!

Das Content Management System (CMS) Drupal unterzieht seine zentrale Hauptseite einem umfassenden Relaunch. Die erste Version des überarbeiteten Designs ging in der Nacht zum Dienstag (19.10.2010) unter der Hauptadresse www.drupal.org online. Gleichzeitig migriert Drupal.org auf das Versionierungssystem Git. Durch die Aufteilung der Seite in Subdomains will Drupal außerdem die wachsende Besucherzahl meistern und künftiges Wachstum absichern.
„Die Kombination unserer Maßnahmen ist die größte Umstrukturierung in der Geschichte von Drupal.org“, sagt Dries Buytaert, Erfinder von Drupal und CTO des Unternehmens Acquia (Boston). Die besondere Herausforderung liege vor allem in der Größe und Umfang des Projekts.

Drupal.org ist das zentrale Nervensystem der Drupal-Community und mit 630.000 aktiven Usern eine der größten Projektseiten im Internet. Weltweit zählt die Hauptseite des CMS heute rund 30 Millionen Seitenabfragen pro Monat. Knapp 1,4 Millionen davon kamen im September alleine aus Deutschland.

Neues Design:

Mit der Überarbeitung des Frontend gibt sich Drupal ein zeitgemäßes Gesicht. Für den Relaunch von Design und Informationsarchitektur holte die Drupal Association im August 2008 den internationalen Top-Designer Mark Boulton mit ins Boot. Boulton ist durch Projekte für BBC und ESPN bekannt und hat das Frontend in Zusammenarbeit mit der Informationsarchitektin Leisa Reichelt neu aufgesetzt.

Eine Hauptaufgabe für das Design-Team war der Spagat zwischen den zwei Hauptzielgruppen von Drupal.org. „Unser Ziel war eine Lösung, die die Anforderungen von Entwicklern und Usern gleichermaßen erfüllt“, so Boulton. Um eine Brücke zwischen Entwicklern und Nutzern zu schlagen, arbeiteten die Designer methodisch in einem öffentlichen Prozess. In regelmäßigen Befragungswellen holte sich das Design-Team Feedback aus der Community. Um Drupal.org auch für neue Nutzer attraktiv zu machen, befragten sie zudem Außenstehende. "Ein breites Meinungsspektrum war uns wichtig", sagt Informationsarchitektin Leisa Reichelt. "Der Input hat das Projekt entscheidend vorangetrieben."

Realisiert wurde das neue Design durch die Drupal-Community. Mit der Live-Version stellt sich das neue Frontend jetzt erstmals dem Qualitätscheck der breiten Öffentlichkeit.

Umstieg auf Git:

Die zweite entscheidende Umstrukturierung ist die Migration von CVS („Concurrent Version System“) auf die dezentrale Versionierungslösung Git. Das Open Source System wurde ursprünglich für den Linux-Kernel entwickelt und zählt zu den leistungsfähigsten Versionierungssystemen auf dem Markt. Neben Großprojekten wie Ruby on Rails, Googles Android oder PostgreSQL reiht sich nun auch Drupal in die Reihe der Git-Anwender ein. „Der Umstieg von CVS auf Git ist ein Quantensprung für die Drupal-Community“, sagt Drupal-Erfinder Dries Buytaert. Die Wahl des richtigen Tools war nicht nur aus technischer Sicht eine essentielle Entscheidung. Auf Drupal.org arbeiten täglich viele tausend Entwickler, erklärt Buytaert. „Wir wollten unseren Entwicklern etwas zurück geben und Rahmenbedingungen schaffen, die ihnen die Arbeit so angenehm wie möglich machen.“

Die Migration auf Git wird voraussichtlich im Januar 2010 abgeschlossen sein.

Aufteilung in Subdomains:

Um die wachsende Zahl der Besucher zu meistern und langfristig eine gute Performance sicherzustellen, lagert Drupal.org außerdem Teile seines Projekts in Subdomains aus. „Drupal.org ist in den vergangenen Jahren so stark gewachsen, dass die aktuelle Informationsarchitektur aus den Nähten platzt“, sagt Gerhard Killesreiter, Infrastructure Manager der Drupal Association (Freiburg). Im Gegensatz zu dezentral organisierten OpenSource-Systemen wie Wordpress oder Joomla laufen auf Drupal.org alle Fäden zusammen. Die Hauptseite fasst im Communityfrontend inzwischen über 500.000 Artikel und rund 2,3 Millionen Kommentare. Daneben hostet Drupal.org den Drupal-Kern sowie die inzwischen rund 7000 Erweiterungsmodule des Content Management Frameworks.

Die Aufteilung der Seite in Subdomains wie Downloads, Forum oder Dokumentation soll die Last verteilen und die Effizienz aller Bereiche steigern.

Pressekontakt:
Ramona Fischer
Initiative zur Förderung der Drupal-Community e.V.
Lübecker Str. 14
50670 Köln
www.drupal-initiative.de

Über die Drupal-Initiative:

Die Initiative zur Förderung der Drupal-Community e.V. (DI) ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam mit seinen Mitgliedern den Open Source Gedanken weiter zu entwickeln und in dem Content Management System Drupal zu bündeln. Die Aufgaben der Initiative bestehen unter anderem darin, die Entwicklung von Drupal zu stärken, fachspezifische Veranstaltungen durchzuführen und den Erfahrungsaustausch in der Community zu fördern und zu gewährleisten. Die Mitglieder des Vereines sind insbesondere freie Entwickler und auf Drupal spezialisierte Agenturen. Der Vorstand wird geführt von Stephan Luckow und Anja Schirwinski.

Zitiert aus: http://www.openpr.de/news/478087/OpenSource-Plattform-stellt-sich-neu-au...